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“Pferd Bodensee” in Friedrichshafen
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Quelle: Quarter Horse Today - vom 01.03.2010
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(Carola Steen) Den Reigen der Pferdemessen in 2010 eröffnete die “Pferd Bodensee” in Friedrichshafen. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage meldete die Messeleitung einen leichten Anstieg in der Zahl der Aussteller und Besucher. Friedrichshafen profitiert als Messestandort von seiner grenznahen Lage zur Schweiz und Vorarlberg, da schmerzt es, dass man mit dem Umzug in die neue Messe von dem Konzept “Turnier plus Verkaufsmesse” abgewichen ist. Vielleicht wäre das für viele Anbieter aus dem Westernbereich ein Anreiz, diese Messe zu bestücken. Die EWU Baden-Württemberg und das Team Allgäu mit ihren Paint Horses vertraten die Verbandsseite. Stefan Ostiadal beispielsweise erklärte im Vorführring der Halle 6 die Grundlagen der Westernausbildung bzw. die Trailausbildung des Westernpferd und fliegende Galoppwechsel. Auch wenn es manchem zu mühselig erscheinen mag, diese Art der Öffentlichkeitsarbeit ist notwendig und wird von den Zuschauern sehr gut angenommen. Arno Gorgasser brachte einem interessierten Publikum die Disziplinen Cutting und Working Cowhorse näher. In den beiden Abendshows am Freitag und Samstag zeigten Hauptsattelmeister Horst König vom Haupt- und Landgestüt Marbach mit seinem Araberhengst “Tschetan" und Arno Gorgasser auf dem American Paint Horse Hengst "Jacs On Gold" bei einem Pas de deux, dass eine Annäherung zwischen Western und Klassik möglich ist. Das Ergebnis können Sie auf YouTube unter folgendem Link anschauen: http://www.youtube.com/watch?v=-GX1exipIz0 Echtes Cowboyfeeling brachte die Hobbyistengruppe “Rancher’s Union” auf die “Pferd Bodensee”. Während der Zeit der großen Viehtrecks Ende des 19. Jahrhunderts waren kleinere Ranches gezwungen, sich zusammenzuschließen, um ihre Viehbestände zu den großen Verladebahnhöfe in Richtung Schlachthof zu bringen. Der unbestrittene Mittelpunkt eines solchen Trails war der Chuck Wagon, und der Koch riskierte sein Leben, wenn er nicht in der Lage war, die Truppe wenigstens kulinarisch bei Laune zu halten. Einige Mitglieder von “Rancher’s Union” sind ebenfalls Landwirte mit Rinder- und Pferdebestand und erinnern mit ihrem Cowboylager – das mit originalgetreuen Requisiten liebevoll bis ins Detail ausgestattet ist – an eine Zeit, die in erster Linie sehr hart war und den Menschen in der damaligen Zeit eine Menge an Überlebenswillen abverlangte.
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