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Österreich: Das Camp der Superlative

Quelle: Westerninfo - vom 28.07.2010



(I.Mlekusch) Die American Quarter Horse Association war auch 2010 wieder Sponsor des Camps, das von der Texas Tech University (TTU) abgehalten und von der AustrianQHA durchgeführt wird. Das internationale Horsemanship Camp 2010 fand vom 10. bis 13.7. auf der Long View Ranch in Niederösterreich statt. Wir durften heuer ein sechsköpfiges Team der Texas Tech University begrüßen. Levi Jack Williamson, Alicia Ann Daugherty, Sarah Seewer, Ashley Palmer, Will Wallendorff und Dusty Burson standen mit Rat und Tat den 17 Teilnehmern zur Seite. Heuer nahmen überwiegend Quarter Horses teil und obwohl der Level der Reiter und Pferde wieder zum Teil sehr unterschiedlich war, bemühte sich das Team der TTU um jeden Einzelnen.
Besonders gefiel den Teilnehmern der aufbauende Unterricht und die für die Pferde verständlichen Übungen. Levi Jack Williamson legte in seiner Funktion als Coach der TTU viel Wert auf korrekt gestellte und elastische Pferde. Deshalb standen die ersten beiden Tage ganz unter dem Schwerpunkt der Biegung, Kontrolle von Schulter, Rippenkasten und Hüfte, sowie der Versammlung. Die Biegeübungen erschienen zunächst sehr leicht, entpuppten sich für manche Pferde aber als harte Arbeit. Nach dem gemeinsamen Mittagessen führte das Team vor, wie sie an der TTU mit jungen Pferden beginnen, diese longieren und schließlich an den Sattel gewöhnen. Für diese Demonstration borgte sich das Team gleich das Pferd einer Campteilnehmerin aus, das erst vor kurzem angeritten worden war und nun auf Westernreiten umgestellt werden sollte. Am Sonntag wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt und erhielten einerseits eine Einführung in das Reiten korrekter Wendungen, andererseits eine Schulung der exakten Sitz- und Körperposition. Das Stehen in den Steigbügeln sorgte bei vielen Reitern und Reiterinnen zu weiteren Schweißausbrüchen, denn die Hitze war so schon gnadenlos genug an diesen Tagen. Der klassische Vortrag über „bits and bridles“ durfte natürlich nicht fehlen. Anschließend wurden die Biegeübungen vom Vortag durch das Versetzen der Hüfte ergänzt. Auf die Biegeübung wurde auch der Spin aufgebaut. Was zählte war der korrekt ausgeführt Spin und nicht die Geschwindigkeit. Begeistert war das Team der TTU von der Wendigkeit der Haflinger und Dusty Burson hätte sich am liebsten einen der Alpen-Quarter mitgenommen. Auch eine Übung zum Angaloppieren auf der richtigen Hand wurde auf der Basisübung aufgebaut. Die Pferde wurden über einen Trabzirkel in Außenstellung über eine Diagonale in die richtige Biegung hineingeführt und angaloppiert. Ab Montag ging es dann je nach Interesse an spezifische Disziplinen. Gute Tipps gab es für Trail, Horsemanship, Pleasure und Reining. Mercedes Sotelo, die der AQHA bei der Planung und der Organisation der Horsemanshipcamps geholfen hat, berichtete über die American Quarter Horse Association und deren Reiter-Programme. Dienstagvormittag stand ganz im Zeichen des Galopps. In der kleinen Halle arbeitete die eine Hälfte der Teilnehmer an Übungen zum fliegenden Galoppwechsel, während in der großen Halle für den anderen Teil die Speed Control am Programm stand. Leider mussten einige Kursteilnehmer schon mittags wieder abreisen. Die, die noch bleiben konnten durften den Nachmittag nach ihren Wünschen gestalten. Einige wollten am Galoppwechsel arbeiten, während andere noch einmal die korrekten Galoppzirkel wiederholen wollten. Sarah Seewer nahm sich sogar Zeit für eine Lektion in Hunt Seat Equitation. Zwischendurch halfen die Studenten der TTU Pferde zu verladen und beantworteten bereitwillig alle noch offenen Fragen.
Der Abschied viel Einigen besonders schwer und wir hoffen auch im nächsten Jahr wieder ein derart gutes Horsemanshipcamp abhalten zu können. Für jeden Teilnehmer war etwas dabei und das Team der TTU bemühte sich unendlich um jeden Einzelnen.

Foto: Erster Tag am Horsemanshipcamp mit der Texas Tech University (Foto: Mlekusch)





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