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MRSA bei Pferden - auf den Menschen übertragbar

Quelle: Westerninfo - vom 31.07.2012


Im Klinikbereich ist MRSA ein geläufiger Begriff. Es handelt sich dabei um einen multiresistenten Keim, der bei entsprechend geschwächten Personen zu schweren Infektionen führen kann. Der typische Krankenhauserreger eben. Doch MRSA ist leider nicht nur auf den Menschen beschränkt. Studien zeigen, dass auch Pferde betroffen sind und den Keim auf den Menschen übertragen können - und umgekehrt.
Wie Dr. Scott Weese von der University of Guelph, Ontario, Kanada, mitteilt, ist MRSA ein Problem, mit dem sich auch Pferdehalter auseinandersetzen müssen.

Die meisten Pferde, die MRSA Träger sind, sind symptomlos, d.h. sie haben keine Infektionen, können diese aber unter Stress entwickeln. Man geht daon aus, dass etwa 2 Prozent der Pferdepopulation betroffen sind, so Weese. Pferdebesitzer und Pferdetierärzte sollen häufiger von MRSA betroffen sein als Menschen, die nichts mit Pferden zu tun haben. Auch hier gilt: der gesunde Mensch entwickelt keine Symptome.

Was kann man tun? Im Umgang mit Pferden sollte man lautWeese auf mehr Hygiene achten: häufiger die Hände waschen und Wunden an den Händen entsprechend behandeln. Am besten lässt man die Pferde auf MRSA testen. MRSA wird vor allem über Sekrete der Nase übertragen, seltener ist MRSA auf der Haut zu finden oder im Verdauungstrakt.

Was tun bei Infektionen?
Bei Verdacht auf MRSA sollte unbedingt ein Abstrich gemacht werden. Vorsicht mit Antibiotika! Der Keim ist in der Regel resistent dagegen. Versucht man es trotzdem mit Antibiotika, bedeutet das nicht nur rausgeworfenes Geld. Man kann damit sogar erreichen, dass sich noch widerstandsfähigere Bakterien bilden.

MRSA ist beim gesunden Pferd eine vorübergehende Erscheinung, die keine Behandlung erforderlich macht. Aber der Keim kann während dieser Zeit weitergegeben werden. Für eine tatsächliche Erkrankung ist zudem eine 'Eintrittspforte' nötig: eine Wunde oder eine Hauterkrankung. Glücklicherweise spricht der MRSA, der am häufigsten bei Pferden gefunden wird, immer noch auf das eine oder andere Medikament an.

Weese weist darauf hin, dass kein Grund zur Panik besteht. Man sollte nur auf mehr Hygiene achten und Antibiotika wirklich nur dann einsetzen, wenn sie unbedingt nötig sind. Allerdings sollten Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sowie sehr junge oder sehr alte Menschen mit Hauterkrankungen vorsichtig sein.


Quelle: QHN



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